
Widerstand Berlin
Bereits jetzt sind einige der Beträge bekannt, die der Senat gedenkt kürzen zu müssen. Zu nennen seien hier unter anderem die Kürzungen im Kultur- und Bildungsbereich des Bezirks Pankow, in einer Höhe von 1,5
Millionen, sowie die einzusparenden 38 Millionen in Mitte oder aber die 10 Millionen, die in Kreuzberg gestrichen werden sollen. Dies ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Wir rechnen mit weiteren und noch heftigeren Kürzungen. Geschlossen werden sollen Jugendclubs, Beratungsstellen für Frauen und MigrantInnen, Einrichtungen im Bereich der Alten- und Behindertenbetreuung, Volkshochschulen und Kultureinrichtungen sowie Bibliotheken und viele andere Bereiche. Ebenfalls betroffen ist auch die Straßensozialarbeit.
Die Kürzungen sind darum nichts, was wir einfach ignorieren könnten. Sie betreffen uns alle und zwar unmittelbar! Sollte der Senat mit seinen Plänen durchkommen, werden sich für viele von uns Fragen stellen wie: wo
verbringen wir unsere Freizeit, wer hilft mir beim Ausfüllen von Papierkram, wo findet jetzt unsere Bandprobe statt, wo bekomme ich eine warme Mahlzeit und Medikamente her, wie kann ich das Geld für ein Buch
aufbringen? Die Entscheidungen des Senates werden nicht zu Gunsten der Menschen ausfallen, die in dieser Stadt leben, sondern zu Gunsten seiner Machtinteressen. Wer zehn Millionen Euro für eine sinnentleerte
Image-Kampagne wie “be berlin” übrig hat, bekräftigt dies nur. Von einem guten Ruf dieser Stadt können wir uns kein Essen kaufen und auch niemand kann davon seine Miete bezahlen.
Wir haben uns zusammengeschlossen, weil wir die Nase voll haben von einer Verteilungslogik, die nur das Geld sieht und nicht die Menschen. Gemeinsam wollen wir etwas dagegen unternehmen. Wir, das sind Menschen
aus verschiedenen Berliner Bezirken, die zum großen Teil aus den Jugendeinrichtungen kommen oder diese unterstützen. Wir möchten gegen die Kürzungen mit allen zusammen aufstehen, denen es genau so geht wie
uns. Darum organisieren wir für den 15. Oktober eine Fahrrad-Sternfahrt mit anschließender Demonstration zum Abgeordnetenhaus. Wir wollen zeigen, dass wir uns vom Senat und von den Bezirken nicht gegeneinander
ausspielen lassen und dass wir mit all unserer Kraft und Kreativität gegen ihre Pläne aufstehen werden. Kommt darum zu den Treffpunkten der Fahrrad-Demo oder zur zentralen Demo am Roten Rathaus!
Tous ensemble! Alle zusammen! All together!
15. Oktober 2009 – Fahrrad-Sternfahrt / Demo gegen die Berliner Sparpolitik.
Fahrrad-Treffpunkte:
Pankow: 16.30 Uhr, S-Bhf. Schönhauser Allee
Wedding: 16.30 Uhr, S-Bhf. Gesundbrunnen
Friedrichshain: 16.30 Uhr Boxhagener Platz
Kreuzberg: 16.00 Uhr Görlitzer Bahnhof
Gemeinsame Demo:
Rotes Rathaus: 18.00 Uhr
weitere Informationen zum Sparkurs speziell in der Kinder und Jugendarbeit findest du hier unter www.Widerstand-Berlin.de und Plakate Handzettel zur Demonstration findest du hier zum Download.











































Februar 23rd, 2010 at 10:20
Schade, dass ich deinen Beitrag erst so spät entdeckt habe. Ich finde deine Aktion unbedingt unterstützenswert. Vielleicht planst du ja in nächster Zeit etwas Ähnliches. Denke mal den Sparkurs, werden wir noch für einige Jahre zu spüren bekommen. Und wie es immer so ist, werden die sozialschwachen Gruppen als Erste davon betroffen sein. Es kann wirklich nicht sein, das die Menschen die eh schon genug zu leiden haben immer wieder aufs Neue geschröpft werden.